
Was eine Karriereseite leisten muss, damit sich Talente wirklich bewerben: vom Arbeitgeberversprechen und Development Maps bis zu Stellensuche, Bewerbungsformular und Talent-Pool.
Die Karriereseite entscheidet mit darüber, ob ein Unternehmen neue Talente gewinnt. Sie ist das Schaufenster, durch das Bewerbende einen ersten Eindruck von Ihrem Unternehmen erhalten. Sie sollte deshalb nicht nur informieren, sondern auch zeigen, wofür Sie als Arbeitgeber stehen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die wichtigsten Elemente vor.
Eine gute Karriereseite beginnt mit einer klaren Darstellung Ihres Unternehmens. Nutzen Sie Bilder, Videos und Grafiken, um Kultur und Werte zu vermitteln. Zeigen Sie, was Ihr Unternehmen unterscheidet und warum Bewerbende Teil Ihres Teams werden sollten.
Der direkteste Weg dahin ist ein Arbeitgeberversprechen, auch Employer Value Proposition genannt. Es hält fest, wofür Ihr Unternehmen steht, welche Werte es vertritt und welche Unternehmenskultur Mitarbeitende im Arbeitsalltag erleben.
Das Arbeitgeberversprechen kann in einem nächsten Schritt in die visuelle Gestaltung Ihrer Arbeitgebermarke einfliessen, um Interesse und Neugier bei Bewerbenden zu wecken.
Bewerbende möchten wissen, welche Karrieremöglichkeiten sie haben. Geben Sie ihnen Einblick in Positionen, Abteilungen und Entwicklungspfade. Beschreiben Sie Verantwortlichkeiten, Anforderungen und Wachstumschancen.
Je transparenter Sie darüber informieren, desto besser können Bewerbende einschätzen, ob Ihr Unternehmen zu ihren Zielen und Interessen passt.
Eine bewährte Methode, diesen Pfad zu visualisieren, sind Development Maps. Sie machen interne Strukturen sichtbar, die sonst nur HR-Verantwortlichen und Führungskräften bekannt sind. Auf dieser Karte sehen alle die verschiedenen Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. So erkennen Bewerbende, neue und langjährige Mitarbeitende ihre Perspektiven.
Hat Ihr Unternehmen Qualitätslabels, Zertifikate oder Prädikate als Arbeitgeber erhalten, gehören diese auf die Karriereseite. Solche Auszeichnungen stärken das Vertrauen der Bewerbenden und signalisieren, dass Sie ein attraktiver Arbeitgeber sind.
Pflastern Sie die Seite aber nicht mit jedem Label zu, das Sie bekommen können. Wählen Sie diejenigen aus, die einen direkten Bezug zu Ihren Benefits haben, und betonen Sie, wie sie Ihr Unternehmen von der Konkurrenz abheben. Am besten unterstreichen Sie das mit Statements von bestehenden Mitarbeitenden.
Bilder sagen mehr als tausend Worte, und Videos sind tausende Bilder. Nutzen Sie Imagespots oder kurze Videos, um Bewerbenden einen Einblick in Arbeitsatmosphäre und Teamgeist zu geben. Möglich sind allgemeine Videos über das Unternehmen oder eigene Clips je Arbeitsbereich. Das vermittelt einen lebendigen Eindruck der Arbeitsumgebung und kann die Bewerbungsentscheidung beeinflussen.
Den Stil wählen Sie frei, er muss aber zum Unternehmen und zu den Werten passen. Eine Bank mit formellem Dresscode und einem Video im Whirlpool vermittelt ein falsches Bild, so trendy der Inhalt auch sein mag.
Wie hoch Produktionsqualität und damit auch die Kosten ausfallen dürfen, hängt von vielen Faktoren ab. Orientieren Sie sich am Zeithorizont des Videos. Ein Imagefilm, der Ihr Unternehmen als Ganzes zeigt, darf professioneller daherkommen als ein kurzer Clip, der eine einzelne Stellenanzeige abrundet.
Eine übersichtliche Darstellung der offenen Stellen ist entscheidend, damit Bewerbende schnell die für sie relevanten Positionen finden. Bieten Sie Such- und Filtermöglichkeiten an, die ohne Erklärung funktionieren, zum Beispiel Kategorien wie Standort, Position, Abteilung und Erfahrungslevel. Stellen Sie sicher, dass die Suchergebnisse aktuell und relevant sind, damit kein Frust entsteht.
Noch stärker als eine schwache Suche schrecken unzugängliche Bewerbungsformulare ab, vor allem dann, wenn Bewerbende ihre hochgeladenen Angaben nochmals von Hand in eine Maske eintragen müssen. Machen Sie es den Bewerbenden deshalb so einfach wie möglich, denn jede Hürde erhöht die Zahl der Abbrüche.
Schnellbewerbungen, etwa Leadkampagnen auf Social Media oder Quick-Recruiting-Tools, helfen dabei, dass Talente den Bewerbungsprozess auch abschliessen und Sie tatsächlich auswählen können.
Bieten Sie neben der Liste offener Stellen auch Kontaktmöglichkeiten an, falls Bewerbende keine passende Position finden, aber dennoch Interesse an Ihrem Unternehmen haben. Ermutigen Sie sie, sich in Ihren Talent-Pool einzutragen, damit Sie sie später über passende Stellen informieren können.
Wenn Sie weiter gehen wollen, laden Sie diese Kontakte zu Events ein und lernen die Personen über die Bewerbungsunterlagen hinaus kennen. Das senkt die Time-to-Hire deutlich, wenn Mitarbeitende Ihr Unternehmen unverhofft verlassen.
Achten Sie in jedem Fall darauf, dass die Kontaktinformationen sichtbar und einfach nutzbar sind.
Halten Sie Ihre Karriereseite aktuell, indem Sie offene Stellen pflegen und neue Informationen ergänzen. Geben Sie Bewerbenden die Möglichkeit, Feedback zu hinterlassen, etwa über ein Kontaktformular oder eine Feedback-Funktion. Nehmen Sie diese Rückmeldungen ernst und nutzen Sie sie für Verbesserungen.
Eine hochwertige Karriereseite verbessert Ihr Bild als Arbeitgeber und zieht neue Talente an. Entscheidend sind die Darstellung Ihres Unternehmens, klare Informationen zu Karrieremöglichkeiten, ausgewählte Qualitätslabels und Zertifikate, Imagespots und Kurzvideos, eine übersichtliche Stellenliste mit Suche und Filtern, Kontaktmöglichkeiten samt Talent-Pooling sowie regelmässige Aktualisierungen und Feedback.
Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Karriereseite sorgfältig aufzubauen und laufend zu optimieren. Das zahlt sich im Recruiting aus.